Post by Sebastian Hädrich
Warum die lange Entwicklungsunterbrechung?
vutuv gibt es nun schon fast ein Jahrzehnt, doch es gibt eine jahrelange Lücke in seiner Entwicklung – was bei einem aktiven System ungewöhnlich ist. Insgeheim hoffte ich, dass es niemandem aufgefallen wäre. 😉 Natürlich ist das aber nicht der Fall, und ich würde die gleiche Frage stellen. Daher hier die Erklärung:
Krebs und Scheidung haben mich glücklicherweise beide nicht umgebracht, aber doch für einige Jahre aus der Bahn geworfen. Ein Projekt wie vutuv erfordert beträchtliche Zeit und Enthusiasmus, die ich einfach nicht aufbringen konnte.
Warum die Pause ein Glück war …
Anfangs investierte ich einen niedrigen sechsstelligen Betrag in die Entwicklung der ersten vutuv-Versionen. 😱 Wir arbeiteten zeitweise mit fünf Entwicklern parallel. Rückblickend muss ich feststellen, dass mir das Geld irgendwann ausgegangen wäre. Meine Zwangspause kam dieser Erkenntnis lediglich zuvor.
Im Jahr 2025 überlegte ich, ob ich mit Agentic Coding die fehlenden vutuv-Funktionen für „kleines Geld“ entwickeln könnte. Kurz gesagt: Ja, das war möglich und hat alles wieder in Gang gesetzt. Alles besser und alles auf dem aktuellen Stand der Technik. Und endlich der Anschluss an das Fediverse!
Wie es weitergeht …
Die berühmte Roadmap … tja … das Grundsystem steht. Ich werde noch zig Sachen verbessern, aber die ganze großen Steine sind alle aus dem Weg geräumt. Die Zukunft hängt jetzt vom Wachstum ab. Heute haben wir fast 6.000 aktive Accounts. Das ist nicht wirklich schlecht, aber natürlich noch viel zu wenig. Da fehlen noch Nullen. Mit diesen Nullen kann man irgendwann Werbung verkaufen und damit dann auch alles finanziell am Leben halten. Aktuell ist es quasi ein teures Hobby. Warum Werbung? Ich bin kein Freund von bezahlten “Premium”-Accounts. Auf vutuv soll jeder die gleichen Möglichkeiten haben.
Wäre mal interessant, aber ich weiß natürlich nicht, ob du das möchtest, da transparente Zahlen zu haben, damit man sieht, was man quasi durch Werbunganschauen “erwirtschaften” muss, damit es vutuv weiterhin gibt 🤔
Wäre mal interessant, aber ich weiß natürlich nicht, ob du das möchtest, da transparente Zahlen zu haben, damit man sieht, was man quasi durch Werbunganschauen “erwirtschaften” muss, damit es vutuv weiterhin gibt 🤔
hmmm … gute Fragen. Fangen wir mal rein mit der aktuell benutzen Hardware an:
| Server 1 | Server 2 | Server 3 | |
|---|---|---|---|
| Mainboard | Supermicro X11SSH-F | Supermicro X12SPL-F | ASUS K14PP-D24 |
| CPU | 1× Xeon E3-1270 v6 | 1× Xeon Gold 6346 | 2× EPYC 9254 |
| Kerne / Threads | 4 / 8 | 16 / 32 | 48 / 96 |
| RAM | 64 GB DDR4-2400 | 256 GB DDR4-3200 | 1.024 GB DDR5-4800 |
| SSD im Betrieb | 1,92 TB SATA-SSD + 118 GB NVMe | 3,84 TB SAS-SSD | 2× 3,84 TB NVMe |
| Ungenutzte Platten | 10 TB HDD | 8 TB HDD | 3,84 TB NVMe |
| NVIDIA | keine | keine | 2× RTX A6000, je 48 GB |
Ich traue es mich gar nicht den aktuellen Preis auszurechnen. RAM ist ja richtig teuer geworden. Aber insgesamt sprechen wir hier von weit über 30.000 Euro nur an Hardware. Und ja, das ist bei 6.000 Usern völlig übertrieben. Da würde auch ein RaspberyPi reichen. Allerdings wäre der nicht so schnell. Die NVIDIA Karten sind essentiell für die internen KI Funktionen (z.B. um zu schauen, ob ein upgeloadetes Bild jugendfrei ist). Das wird ja alles auf eigenen Servern und nicht in der Cloud gemacht.
Ich bin relativ schmerzfrei über Geld zu sprechen, aber ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht, was ich für ein Gehalt ziehen würde. Und es ist klar, das ich das nicht beliebig lange alleine machen kann.
Tokens fürs Programmieren schlagen auch ins Geld. Ist aber auch schwer einzuschätzen wie sich da der Preis entwickelt.
Das RZ und Backup will auch bezahlt sein.
Lange Rede kurzer Sinn: Wir reden hier bei einer monatlichen Kostenstruktur im 5-stelligen Bereich. Das nur über Spenden reinzubekommen halte ich für faktisch unmöglich.
Und noch mal: Die Hardware ist für die aktuelle Größe zu groß. Bitte jetzt nicht diese Diskussion anzetteln. Es ist nur die Antwort auf die Frage.
Danke für deine Transparenz – das ist wirklich mal interessant zu sehen.
Und ja, RAM-Preise sind nicht mit vor einigen Jahren zu vergleichen – das merken wir sicherlich alle 👍🏻
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